FAQ 1.10

( Frequently Asked Questions bedeutet : Häufig gestellte Fragen )

Home

Veredelung von Acrylfarben
bemalte Gegenstände und Bilder


Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Mittel zum Patinieren, je nachdem was man bevorzugt bzw. was patiniert werden soll.
-----------------------------------------------------
erste Variante:
Einen Schrank patiniert man überlicherweise mit Patinaöl und vanDyck Braun (Ölfarbe). Das vanDyck Braun wird in Patinaöl aufgelöst, so daß eine fast schwarze Brühe entsteht. Diese Flüssigkeit mit einem Pinsel aufgetragen und gleichzeitig einen mit etwas Patinaöl (ohne vanDyck Braun) getränktes Tuch bereit halten (das Tuch muß unbedingt Fusselfrei sein) um die überschüssige brauen Patina zu entfernen. Das Tuch dabei immer kreisend über die Fläche führen.
Nun lässt man das ganze trocknen. Die Trocknung ist beendet sobald sich die Oberfläche nichtmehr klebrig anfühlt.
Versiegelt wird das ganze dann noch mit farblosem Lack, am besten Seidenglanzlack. Es ist nicht üblich daß man in der Bauernmalerei Möbelstücke oder auch kleinere Gegenstände mit Glanzlack überzieht. Mattlack ist wieder zu matt um daß es dann schön wirkt.
zweite Variante:
Pures Patinaöl wird mit einem Tuch aufgetragen, nur keine angst und ordentlich was drauf machen. Auf den gleichen Lappen gibt man dann etwas vanDyck Braun das man dann auf die bereits eingeölt Fläche kreisend verteilt. Es sollten immer nur einzelne kleine Flächen eingerieben werden, die man auch innerhalb von 5min bearbeiten kann, denn das Patinaöl zieht je nach Raumtemperatur schnell an.
Nachbehandlung wie bei erster Variante.
Nachteile :
der ersten und zweiten Variante ist der, daß man schlecht in die Ecken kommt, daß es sehr schnell gehen muß und daß die meisten Lacke auf Kunstharzbasis sind, das versiegelt die Oberfläche total und zieht den Staub an.
Vorteile :
der ersten und zweiten Variante: die Oberfläche ist sehr hart und fast unempfindlich gegen Beschädigungen.
dritte Variante:
Man trägt mit einem dicken Borstenpinsel Möblewachs (Antikwachs) auf (zuerst an einer kl., später unsichbaren, Stelle einen Test machen, in manchen Wachsen ist zuviel Lösungsmittel enthalten). Wird das fast schw. Antikwachs verwendet, dann muß, um es besser zu verteilen, vorher ein farbloses Wachs aufgetragen werden und anschließend sofort das dunkle Antikwachs. Auf dem farblosen Wachs lässt es sich besser verteilen und das gute Stück wird dann auch nicht sooo dunkel daß man das Motiv nicht mehr erkennt.
Das Wachs muß nicht erwärmt werden, die Verarbeitung findet bei Zimmertemperatur statt. Je nachdem von welchem Hersteller das Wachs ist dauert es bis zu 24Stunden bis es vollkommen durchgehärtet ist. Anschließend wird das Wachs mit einer Bürste (Kleider-, Schuh- oder Wurzelbürste) abgebürstet bis es einen feinen Seidenglanz erhält.
Den Pinsel reinigt man nicht, man hält sich einen Pinsel für farbloses und einen für dunkles Wachs. Die Pinsel werden nach der Arbeit einfach in ein Glas gestellt, mit den Borsten nach oben und trocknen lassen. Vor der nächsten arbeit lockert man die Borsten einfach mit den Fingern wieder auf oder schlägt sie an einer Kante weich, so wie es BR mit seinen Pinseln macht.
Nachteile :
der dritten Variante, die Oberfläche ist nicht so hart versiegelt.
Vorteile, die Patinierung geht wesentlich schneller und einfacher von statten als mit Patinaöl und Lack und man kommt in alle Ecken.
Anmerkung :
ich versiegele auch mit farblosem Wachs meine Acrylbilder, auch die auf Leinwand, geht ganz locker und sie bekommen auch eine schöne Seidenglanzoberfläche. Ebenso ist das Patinaöl zum Firnissen von Acrylbildern hervorragend geeignet.

Dürrholz im Februar 2004

zurück